Privatpraxis für Orthopädie

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Stoßwellentherapie in Berlin

Wann hilft die Stoßwellentherapie wirklich – und wann nicht?

Ein Tennisarm, der seit Wochen nicht abklingt. Eine Kalkschulter, die jede Bewegung schmerzhaft macht. Ein Fersensporn, der vor allem die ersten Schritte am Morgen erschwert. Die extrakorporale Stoßwellentherapie (ESWT) kann bei solchen Beschwerden eine schonende konservative Behandlungsoption sein – aber sie ist nicht bei jedem Schmerz gleichermaßen sinnvoll.

 

Dr. med. Christopher Topar, Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie in seiner Privatpraxis ORTHO EINS in Berlin-Zehlendorf, setzt die Methode deshalb gezielt bei geeigneten Beschwerdebildern ein. Entscheidend ist zunächst die Frage, woher die Schmerzen tatsächlich kommen und ob die Stoßwellentherapie zur diagnostizierten Ursache passt.

 

Wie die Stoßwellentherapie funktioniert, wie eine Behandlung abläuft und weitere Informationen zur Methode finden Sie auf unserer Seite zur Stoßwellentherapie in Berlin.

In diesem Beitrag geht es um eine andere Frage: Wann kann eine Stoßwellentherapie sinnvoll sein – und wann eher nicht?

 

Wann ist die Stoßwellentherapie sinnvoll?

Die Stoßwellentherapie kommt insbesondere bei länger anhaltenden Beschwerden an Sehnen, Sehnenansätzen und bestimmten angrenzenden Gewebestrukturen infrage. Typische Einsatzgebiete sind beispielsweise:

 

  • Tennis- und Golferarm: chronische Reizungen der Sehnenansätze am Ellenbogen
  • Kalkschulter: Beschwerden durch Kalkablagerungen im Bereich der Rotatorenmanschette
  • Plantarfasziitis und Fersenschmerz: anhaltende Beschwerden im Bereich der Fußsohle und des Fersenansatzes
  • Achillessehnenbeschwerden: chronische Reizungen und Überlastungsbeschwerden der Achillessehne

 

Besonders in Betracht kommt die ESWT, wenn Beschwerden bereits über einen längeren Zeitraum bestehen und einfachere konservative Maßnahmen wie Belastungsanpassung oder Physiotherapie nicht ausreichend geholfen haben.

 

Entscheidend ist jedoch nicht allein, wo es schmerzt. Die orthopädische Untersuchung muss zunächst zeigen, ob tatsächlich ein Beschwerdebild vorliegt, bei dem eine Stoßwellentherapie sinnvoll eingesetzt werden kann.

 

Wann ist die Stoßwellentherapie eher nicht geeignet?

Nicht jeder Schmerz an Schulter, Ellenbogen, Fuß oder Achillessehne ist automatisch ein Fall für die Stoßwellentherapie. Insbesondere bei akuten Verletzungen oder wenn eine andere strukturelle Ursache hinter den Beschwerden steckt, können andere Behandlungsmaßnahmen geeigneter sein.

 

Darüber hinaus gibt es Situationen, in denen eine Stoßwellentherapie nicht durchgeführt werden sollte oder eine besonders sorgfältige ärztliche Abklärung erforderlich ist. Dazu können unter anderem eine Schwangerschaft, Störungen der Blutgerinnung beziehungsweise bestimmte gerinnungshemmende Medikamente, akute Infektionen oder Erkrankungen im vorgesehenen Behandlungsgebiet gehören.

 

Ob eine Stoßwellentherapie im individuellen Fall möglich und sinnvoll ist, sollte deshalb vor Beginn der Behandlung ärztlich beurteilt werden.

 

Was muss vor einer Stoßwellentherapie diagnostisch geklärt sein?

Eine präzise Diagnose ist eine wesentliche Voraussetzung für den gezielten Einsatz der Stoßwellentherapie. Denn Schmerzen, die sich zunächst wie eine Sehnen- oder Muskelbeschwerde anfühlen, können unterschiedliche Ursachen haben.

 

So können beispielsweise auch Gelenke, Nerven, Knochen oder andere Strukturen für Beschwerden verantwortlich sein. Bei ausstrahlenden Schmerzen kann die eigentliche Ursache zudem an einer anderen Stelle liegen als dort, wo der Schmerz wahrgenommen wird.

 

Bei ORTHO EINS steht deshalb vor einer möglichen Stoßwellenbehandlung eine orthopädische Untersuchung. Je nach Beschwerdebild kann diese durch Ultraschall oder weitere bildgebende Diagnostik ergänzt werden. Erst auf Grundlage des Befundes lässt sich beurteilen, ob die ESWT zur jeweiligen Ursache der Beschwerden passt.

 

Warum hilft die Stoßwellentherapie nicht bei jedem Schmerz?

Die extrakorporale Stoßwellentherapie arbeitet mit mechanischen Druckimpulsen, die gezielt in das betroffene Gewebe eingebracht werden. Diese Impulse können dort biologische Reaktionen auslösen, die unter anderem mit lokalen Durchblutungs- und Heilungsprozessen in Verbindung gebracht werden. Bei bestimmten Krankheitsbildern kann die Behandlung außerdem den Umgang des Körpers mit Kalkablagerungen beeinflussen.

 

Damit richtet sich die Stoßwellentherapie jedoch nicht allgemein gegen „Schmerzen“, sondern gegen bestimmte Ursachen und Gewebeveränderungen.

 

Liegt die Ursache beispielsweise im Gelenk, an einer Nervenwurzel oder an einer anderen Struktur, kann deshalb ein anderes Behandlungsverfahren geeigneter sein. Genau diese Unterscheidung ist ein wichtiger Bestandteil der orthopädischen Diagnostik.

 

Stoßwellentherapie: Die richtige Indikation ist entscheidend

Die Stoßwellentherapie kann bei ausgewählten chronischen Sehnen- und Ansatzbeschwerden eine sinnvolle konservative Behandlungsmöglichkeit sein. Sie ist jedoch kein Verfahren für jeden Schmerz.

 

Ob eine ESWT im Einzelfall sinnvoll ist, hängt von der zugrunde liegenden Diagnose, der Dauer und Art der Beschwerden sowie den bisherigen Behandlungsmaßnahmen ab.

 

In seiner Privatpraxis ORTHO EINS in Berlin-Zehlendorf legt Dr. med. Christopher Topar deshalb Wert auf die diagnostische Abklärung vor der Therapie. Ziel ist nicht, möglichst häufig eine Stoßwellentherapie einzusetzen, sondern die Behandlung auszuwählen, die zum jeweiligen Befund passt.

Symbolbild Stoßwellentherapie
Symbolbild