Wenn Kinder über Rücken-, Knie- oder Fußschmerzen klagen
Was Eltern beobachten sollten
Wenn Kinder über Rücken-, Knie- oder Fußschmerzen klagen, sind Eltern oft unsicher: Handelt es sich um eine vorübergehende Begleiterscheinung von Wachstum und Belastung oder steckt eine orthopädische Ursache dahinter? Nicht jede Beschwerde ist ein Grund zur Sorge. Entscheidend ist jedoch, genau hinzuschauen und darauf zu achten, wann, wie häufig und unter welchen Umständen die Schmerzen auftreten.
Wann treten die Schmerzen auf?
Eine der wichtigsten Beobachtungen betrifft den Zeitpunkt der Beschwerden. Treten Schmerzen vor allem nach dem Sport, langen Spaziergängen oder ausgiebigem Toben auf, kann eine ungewohnte oder hohe Belastung eine Rolle spielen. Auch langes Sitzen oder neue sportliche Aktivitäten können mit Beschwerden des Bewegungsapparates zusammenhängen.
Anders sieht es aus, wenn Schmerzen ohne erkennbare Belastung auftreten, zunehmend häufiger werden oder den Schlaf regelmäßig beeinträchtigen. Insbesondere anhaltende, einseitige oder mit weiteren Auffälligkeiten verbundene nächtliche Schmerzen sollten ärztlich abgeklärt werden.
Wachstumsschmerzen oder etwas anderes?
Gerade bei Kindern im Vorschul- und Grundschulalter werden Schmerzen schnell als Wachstumsschmerzen bezeichnet. Typischerweise treten diese eher abends oder nachts auf, häufig an beiden Beinen und nicht unmittelbar während einer körperlichen Belastung. Am nächsten Morgen sind die Beschwerden meist wieder verschwunden.
Wichtig ist trotzdem: Wachstumsschmerzen sind eine Ausschlussdiagnose. Anhaltende oder ungewöhnliche Beschwerden sollten nicht allein mit dem Wachstum erklärt werden. Insbesondere wenn Schmerzen immer an derselben Stelle auftreten oder mit weiteren Veränderungen einhergehen, ist eine Untersuchung sinnvoll.
Was Eltern bei Knie- und Fußschmerzen beobachten können
Bei Knieschmerzen lohnt sich ein genauer Blick auf das Bewegungsverhalten. Hinkt das Kind? Vermeidet es bestimmte Bewegungen oder möchte es plötzlich nicht mehr rennen, springen oder Treppen steigen? Auch Schwellungen, Rötungen oder eine auffällige Wärme am Gelenk sind wichtige Hinweise.
Bei Fußschmerzen können Eltern darauf achten, ob das Kind anders auftritt, häufiger stolpert oder bestimmte Schuhe plötzlich als unangenehm empfindet. Auch eine Veränderung des Gangbildes kann auf eine Fehl- oder Überbelastung hinweisen.
Gerade bei Kindern sollte dabei nicht ausschließlich die schmerzende Stelle betrachtet werden. Auch das Gangbild, die Stellung der Beine und benachbarte Gelenke können für die orthopädische Beurteilung relevant sein. So können beispielsweise Erkrankungen des Hüftgelenks Schmerzen verursachen, die hauptsächlich im Knie wahrgenommen werden.
Wann sollten Rückenschmerzen abgeklärt werden?
Rückenschmerzen können bei Kindern und Jugendlichen unter anderem im Zusammenhang mit Belastung, Muskelverspannungen oder ungünstigen Bewegungsabläufen auftreten. Treten sie jedoch wiederholt auf, halten sie länger an, nehmen zu oder stören den Schlaf, sollten Eltern ärztlichen Rat einholen.
Grundsätzlich gilt: Je genauer Eltern die Beschwerden beobachten, desto leichter lässt sich einschätzen, ob eine Untersuchung notwendig ist. Hilfreich sind Angaben dazu, wann die Schmerzen begonnen haben, wo sie auftreten, ob eine Verletzung vorausging und ob Bewegung die Beschwerden verstärkt oder lindert.
Beobachten statt vorschnell einordnen
Kinder befinden sich ständig in körperlicher Entwicklung. Deshalb können sich Haltung, Bewegungsabläufe und Belastbarkeit während des Wachstums verändern. Eltern müssen nicht jede Beschwerde sofort als Erkrankung betrachten – sollten wiederkehrende oder auffällige Schmerzen aber auch nicht dauerhaft als „Wachstumsschmerzen“ abtun.
Wenn Rücken-, Knie- oder Fußschmerzen wiederholt auftreten, das Kind sein Bewegungsverhalten verändert oder Warnzeichen wie Schwellungen, Fieber, nächtliche Beschwerden oder zunehmende Schmerzen hinzukommen, ist eine kinderorthopädische Abklärung sinnvoll. So lässt sich feststellen, ob lediglich eine vorübergehende Belastungsreaktion vorliegt oder ob die Beschwerden genauer untersucht werden sollten.
Bei ORTHO EINS – Dr. med. Topar in Berlin werden Kinder und Jugendliche im Bereich der Kinderorthopädie von Fachärztin Sandra Leidig untersucht. Dabei steht nicht allein die schmerzende Stelle im Mittelpunkt. Je nach Beschwerdebild werden beispielsweise Bewegungsabläufe, Gelenkfunktion sowie mögliche Fehl- oder Überbelastungen in die Beurteilung einbezogen.
Wenn Beschwerden wiederholt auftreten oder Sie unsicher sind, ob die Schmerzen Ihres Kindes ärztlich abgeklärt werden sollten, finden Sie weitere Informationen zur Untersuchung und Behandlung von Kindern und Jugendlichen auf unserer Seite zur Kinderorthopädie bei ORTHO EINS.