orthopädie in berlin

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Kathetertechnik

Bei diesem Verfahren platzieren wir eine Kanüle unter lokaler Betäubung in das gewünschte Neuroforamen (knöcherne Einengung im Wirbelkanal). Durch diese Kanüle wird ein leicht gebogener Katheter eingeführt, der unter Sichtkontrolle vorsichtig vorgeschoben wird. Schließlich kommt er zwischen Nervenwurzel und Bandscheibe zum Liegen. Darauf folgt die Gabe von Kontrastmittel zur Verifizierung der Lage der Katheterspitze. Das Mittel verteilt sich schließlich. Verklebungen und chemisch toxische Prozesse, die sich durch den Kontakt mit der Flüssigkeit aus dem Kern der Bandscheibe (Nucleus) um die Nervenwurzel bilden, werden gedehnt, gelöst sowie mit Kochsalzlösung und Medikamenten neutralisiert und weggespült. Durch diese punktgenaue Therapie lässt sich die optimale Wirkung erzielen.

Nach erfolgter Behandlung kommt es vorübergehend zum Taubheitsgefühl und Kraftverlust in dem Bein, auf dessen Seite an der Lendenwirbelsäule injiziert wurde. Danach liegt der Patient etwa 10-20 Minuten auf einem Kühlelement im Ruheraum. Mit Abbau des Betäubungsmittels stellen sich die normale Sensibilität und das gewohnte Kraftvermögen des Beines wieder her. Anschließend werden Anleitungen zu gezielten Rückenübungen, eine Kühlbandage für die Lendenwirbelsäule und entzündungshemmende Medikation mitgegeben.

Das sanfte Verfahren bietet einige Vorteile, denn eine Vollnarkose und Schnitte sind nicht notwendig. Die Kathetertechnik wird bei einseitigen, radikulären Schmerzen angewendet, die durch verschiedene Ursachen ausgelöst werden (z. B. Bandscheibenvorfall).

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