Privatpraxis für Orthopädie

Fachgebiete

Triggerpunkttherapie

in Berlin

Was ist eine Triggerpunkttherapie?

Die Triggerpunkttherapie ist eine Behandlungsmethode für schmerzhafte und verspannte Bereiche der Muskulatur.

 

Sogenannte myofasziale Triggerpunkte sind druckempfindliche Stellen innerhalb eines Muskels, an denen Schmerzen entstehen oder in andere Körperregionen übertragen werden können. Typisch sind beispielsweise Triggerpunkte im Bereich von Nacken, Schulter, Rücken, Gesäß oder Oberschenkeln. Die Beschwerden können lokal auftreten oder sich als sogenannte übertragene Schmerzen bemerkbar machen.

 

In unserer Privatpraxis ORTHO EINS in Berlin-Zehlendorf setzen wir die Triggerpunkttherapie insbesondere dann ein, wenn bei der orthopädischen Untersuchung ein muskulär-myofaszialer Anteil an den Beschwerden festgestellt wird. Ziel der Behandlung ist es, die Muskelspannung zu beeinflussen, Schmerzen zu reduzieren und die normale Beweglichkeit und Funktion der Muskulatur zu unterstützen.

Triggerpunkttherapie

Funktion, Risiken, Einsatzgebite

Wie funktioniert die Therapie?

Wie funktioniert die Therapie?

Bei einem myofaszialen Triggerpunkt kann eine erhöhte lokale Muskelspannung mit Schmerzen und Bewegungseinschränkungen verbunden sein. Durch die gezielte Behandlung des betroffenen Muskelbereichs soll diese Spannung beeinflusst werden. Die Funktionsstörung muss dabei nicht am Ort des Triggerpunktes selbst spürbar sein: Ein Triggerpunkt im Trapezmuskel oder im Schulterheber-Muskel (Musculus levator scapulae) kann beispielsweise Nackenschmerzen, Kopfschmerzen oder Schmerzen hinter den Augen auslösen.

Bildgebende Verfahren wie Röntgen oder Ultraschall machen Triggerpunkte nicht sichtbar. Die Diagnose erfolgt daher durch gezieltes Tasten der betroffenen Muskulatur.

 

Bei einer Nadeltechnik wird eine dünne Nadel gezielt in den betroffenen Muskel eingebracht. Dadurch kann eine lokale Muskelreaktion ausgelöst werden. Ziel ist es, die schmerzhafte Muskelspannung zu reduzieren und die Funktion des betroffenen Muskels zu unterstützen. Bei bestimmten Beschwerdebildern kann ergänzend auch die Stoßwellentherapie zum Einsatz kommen – mehr dazu auf unserer Seite zur Stoßwellentherapie.

 

Unsere Ärzte betrachten bei der Behandlung nicht ausschließlich den Schmerzpunkt selbst. Entscheidend ist die Frage, welche Faktoren – etwa Haltung, Bewegungsmuster oder Vorbelastungen – zur Entstehung und Aufrechterhaltung der Beschwerden beitragen.

Einsatzgebiete in der Orthopädie

In unserer orthopädischen Praxis setzen wir die Triggerpunkttherapie insbesondere dann ein, wenn eine myofasziale Ursache oder Mitursache der Beschwerden vermutet wird. Mögliche Einsatzgebiete sind unter anderem:

 

  • Nacken- und Schulterschmerzen
  • Bestimmte Formen von Rückenschmerzen
  • Muskulär bedingte Beschwerden im Bereich der Hüfte
  • Schmerzen im Gesäßbereich
  • Muskuläre Beschwerden an Armen und Beinen
  • Muskulär bedingte Bewegungseinschränkungen
  • Beschwerden an der Achillessehne und anderen Sehnen
  • Gelenkschmerzen an Ellenbogen, Knie oder Hüfte
  • Schmerzen, die durch den Ischiasnerv verursacht werden

 

Wichtig zu wissen: Nicht jeder Schmerz wird durch einen Triggerpunkt verursacht. Beschwerden können beispielsweise auch von Gelenken, Sehnen, Nerven oder anderen Strukturen ausgehen. Unsere Ärzte führen daher vor jeder Behandlung eine ärztliche Untersuchung durch, um die Ursache der Beschwerden einzuordnen und festzustellen, ob eine Triggerpunkttherapie im individuellen Fall geeignet ist.

 

Wissenschaftlicher Stand und Evidenz

Die Triggerpunkttherapie gilt heute als etabliertes Verfahren bei myofaszialen Beschwerden – wie gut sie im Einzelfall wirkt, hängt aber stark von der gewählten Methode, dem Beschwerdebild und den persönlichen Voraussetzungen ab. Genau deshalb steht bei uns am Anfang jeder Behandlung eine gründliche orthopädische Untersuchung: Erst wenn klar ist, ob und wie stark Triggerpunkte an den Beschwerden beteiligt sind, lässt sich beurteilen, ob die Therapie im individuellen Fall sinnvoll ist.

In der Praxis setzen wir die Triggerpunkttherapie selten isoliert ein. Je nach Beschwerdebild kombinieren wir sie mit Bewegung, Physiotherapie oder gezieltem Muskeltraining – mit dem Ziel, nicht nur den akuten Schmerz zu lindern, sondern langfristig wieder mehr Beweglichkeit und Lebensqualität zu gewinnen.

 

Vorteile und Risiken

Richtig eingesetzt, hat die Triggerpunkttherapie einige klare Vorteile:

 

  • setzt gezielt an schmerzhaften und verspannten Muskelbereichen an
  • kann Schmerzen spürbar reduzieren, wenn die Indikation passt
  • kann Beweglichkeit und Muskelfunktion verbessern
  • lässt sich bei uns unkompliziert mit anderen konservativen orthopädischen Maßnahmen kombinieren

 

Wie jede Behandlung hat auch sie ihre Grenzen:

 

  • vorübergehend können Schmerzen, Druckempfindlichkeit oder ein leichtes Muskelkatergefühl auftreten
  • bei einer Nadelbehandlung sind gelegentlich kleine Blutergüsse oder lokale Reizungen möglich
  • wie ausgeprägt das ausfällt, hängt von der Behandlungstechnik und der behandelten Körperregion ab
  • deshalb besprechen unsere Ärzte mögliche Gegenanzeigen und individuelle Risikofaktoren immer vorher mit Ihnen

 

Wer ist geeignet?

Eine Triggerpunkttherapie kann insbesondere für Erwachsene infrage kommen, wenn unsere Ärzte bei der orthopädischen Untersuchung einen relevanten myofaszialen Anteil an den Beschwerden feststellen. Auch Kinder und Jugendliche können von myofaszialen Triggerpunkten betroffen sein – in diesem Fall erfolgt die Behandlung im Rahmen unserer Kinderorthopädie.

 

Die Behandlung kann beispielsweise in Betracht gezogen werden bei:

 

  • muskulär bedingten Schmerzen und Verspannungen
  • myofaszialen Beschwerden
  • eingeschränkter Beweglichkeit, wenn diese muskulär bedingt ist
  • Beschwerden, bei denen Triggerpunkte als Mitursache festgestellt werden

 

Ob eine Triggerpunkttherapie für Sie persönlich geeignet ist, klären wir im persönlichen Gespräch anhand von:

 

  • der Ursache und Dauer Ihrer Beschwerden
  • Ihrem allgemeinen Gesundheitszustand
  • möglichen Begleiterkrankungen
  • Ihren eingenommenen Medikamenten

 

Ablauf einer Behandlung in unserer Praxis

  1. Beratung und Diagnostik: Unsere Ärzte beginnen die Behandlung mit der Erfassung Ihrer Beschwerden, deren Verlauf und möglicher Auslöser.
  2. Körperliche Untersuchung: Sie untersuchen die betroffenen Körperregionen und prüfen gezielt die Muskulatur auf schmerzhafte und verspannte Bereiche.
  3. Individuelle Befundung: Sie beurteilen, ob ein myofaszialer Triggerpunkt als Ursache oder Mitursache der Beschwerden infrage kommt.
  4. Gezielte Behandlung: Je nach Befund erfolgt die Therapie manuell oder mithilfe einer feinen Nadel und wird an Ihre Beschwerden, die betroffene Körperregion und Ihren Gesundheitszustand angepasst. Eine Behandlung dauert in der Regel etwa 20 Minuten.
  5. Ergänzende Maßnahmen: Je nach Befund können Physiotherapie, gezielte Bewegung, Muskeltraining oder Veränderungen der Belastung Bestandteil des Behandlungskonzepts sein, das wir mit Ihnen abstimmen.
  6. Verlaufskontrolle: Im weiteren Verlauf prüfen wir, wie sich Beschwerden und Beweglichkeit entwickeln und ob die Behandlung angepasst werden sollte.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Ist die Behandlung schmerzhaft?

 

Die Behandlung kann vorübergehend unangenehm sein. Bei einer manuellen Behandlung kann ein deutlicher Druckschmerz entstehen. Bei einer Nadelbehandlung kann ebenfalls ein kurzzeitiges Druck- oder Schmerzgefühl auftreten. Nach der Behandlung kann die Muskulatur vorübergehend empfindlich sein.

Eine mögliche Veränderung der Schmerzen oder Beweglichkeit kann bereits nach einer Behandlung auftreten. Der individuelle Verlauf ist jedoch unterschiedlich und hängt unter anderem von der Ursache, Dauer und Ausprägung der Beschwerden ab.

Die Anzahl der Behandlungen hängt vom individuellen Beschwerdebild ab. Bei manchen Patienten kann bereits eine Behandlung eine Veränderung der Beschwerden bewirken. Bei anderen ist eine Behandlung über mehrere Sitzungen sinnvoll. Eine pauschale Anzahl lässt sich deshalb nicht nennen.

Ja. Möglich sind beispielsweise vorübergehende Schmerzen, Druckempfindlichkeit oder kleine Blutergüsse. Bei Nadeltechniken bestehen abhängig von der behandelten Körperregion weitere spezifische Risiken. Deshalb wird vor der Behandlung geprüft, ob die Methode im individuellen Fall geeignet ist.

Die Kostenübernahme für eine Triggerpunkttherapie hängt von verschiedenen Faktoren ab und sollte im individuellen Fall mit Ihrer Krankenkasse sowie in unserer Praxis besprochen werden. Als ärztliche Behandlungsmaßnahme wird die Triggerpunkttherapie unter bestimmten Voraussetzungen anerkannt, insbesondere wenn ein klarer myofaszialer Befund vorliegt und die Behandlung medizinisch notwendig ist.

 

Wir empfehlen Ihnen, vor Beginn der Therapie Ihre Krankenkasse zu kontaktieren, um die Kostenübernahme für Ihren spezifischen Fall zu klären. Im Rahmen der orthopädischen Untersuchung prüfen wir gemeinsam mit Ihnen, ob eine Triggerpunkttherapie bei Ihren Beschwerden angezeigt ist und welche Möglichkeiten der Kostenübernahme bestehen.